Woher stammen die Farben und Symbole von Spielkarten?

Woher stammen die Farben und Symbole von Spielkarten?

Wenn du gerade dabei bist, die schönsten Herz-Symbole zu suchen, kannst du dir an einem ganz besonderen Ort noch mehr Inspirationen holen. Es klingt vielleicht erst einmal etwas verrückt, aber ist dir schon selbst in den Sinn gekommen, es in einer Spielbank zu versuchen? Ja, du verstehst das richtig. In Spielhallen kannst du bemerkenswert viele Herzen finden, wenn du einmal richtig darauf achtest. Du könntest dir Freespins ohne Einzahlung holen und dich ganz gezielt auf die Symbolik der Automatenspiele fokussieren. Ziemlich häufig wirst du dann ein Herz sehen, wenn du die entsprechenden Spiele ausfindig machst! Aber auch ansonsten sind Herz-Symbole im Glücksspiel weit verbreitet. Spätestens jetzt dämmert es dir: Natürlich, da wären ja auch noch die Kartenspiele! Von den Spielkarten ist das Herz überhaupt nicht wegzudenken. Aber wie kommt das und wie sieht es mit den anderen Spielkartensymbolen aus? Gehen wir diesen Fragen doch einfach einmal auf den Grund, denn das ist uns eine Herzensangelegenheit.

Woher kommt das Kartenspiel?

Heutzutage werden die Kartensymbole Karo, Pik, Kreuz und natürlich Herz als selbstverständlicher Teil unserer Spielkarten angesehen, doch waren sie das schon immer? Nein, genau genommen nicht. Das Kartenspiel war bis in das späte 14. Jahrhundert in Europa unbekannt, bis es dann mutmaßlich von Händlern aus Ostasien mitgebracht wurde. In den darauffolgenden Jahren gewannen Kartenspiele enorm an Popularität und es entstanden etliche lokale Varianten, die je nach Ortschaft vollkommen unterschiedlich aussehen konnten. Viele davon könntest du mit heutigen Kartenspielen nicht einmal ansatzweise vergleichen. Interessant, oder? Langsam, aber sicher haben sich allerdings einige Varianten herauskristallisiert, die sich verbreiten und zum Norm werden würden. Die italienischen Trionfi-Karten entwickelten sich beispielsweise zu dem Kartenspiel Tarock weiter, welches du vielleicht sogar kennst. Wenn nicht, ist das gar nicht schlimm. Man lernt schließlich immer wieder etwas Neues dazu! Heute für uns sind allerdings eher die bekannteren Kartenvarianten interessant. Die kennst du bestimmt, denn das sind eben die Karten, die du vielleicht auch zum Pokern nehmen würdest.

Die europäischen Blätter

Durch die Erfindung des Buchdrucks in der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde in Deutschland auch die Produktion von Spielkarten enorm beschleunigt, wodurch sich diese schneller und weiter verbreiteten. Außerdem erhielten Karten somit auch immer einheitlichere Designs, womit auch das sogenannte deutsche Blatt entstand. Zu diesem Zeitpunkt fing das Kartensystem in Mitteleuropa an, sich zu dem zu festigen, was es heute ist. Vier „Farben“, mit jeweils drei Bildkarten (Bube, Dame und König) sowie zehn Zahlenkarten, die vom Ass (Eins) bis Zehn gehen. Nur die „Farben“ der Karten waren in den Regionen Europas nicht wirklich einheitlich. Nur zur Info: Farben sind bei Spielkarten die „Kartensymbole“, also Karo, Pik, Kreuz und natürlich auch das Herz. Diese bilden übrigens das französische Blatt, welches ebenfalls zu dieser Zeit populär wurde. Das vorhin erwähnte deutsche Blatt hat zwar ebenfalls das Herz-Symbol, doch unterscheidet es sich im Design ansonsten völlig. Die deutschen Spielkarten zeigen Herz, Eichel, Schellen und Laub. Das italienische Blatt, das ebenfalls in Spanien gängig war, zeigt hingegen Schwerter, Stäbe, Münzen und Kelche. Wie du bereits weißt, hat sich vor allem das französische Blatt bis heute hin durchgesetzt. Trotzdem erfreuen sich das deutsche sowie spanische / italienische Blatt noch je nach Region einer gewissen Beliebtheit.

Symbolik der Kartenbilder

In der Frühzeit der Spielkarten war es üblich, die Bildkarten mit Szenen zu bemalen, die an Geschehnissen am Hofe erinnern sollten. Als sich das Kartenspiel jedoch mit der Zeit festigte, wurden Bilder von famosen historischen Figuren auf Spielkarten immer beliebter. So sind vor allem auf französischen Blättern die Königskarten wichtigen Herrschern nachempfunden, beispielsweise Julius Caesar, Karl dem Großen oder Alexander dem Großen. Die Damen wurden nach dem gleichen Prinzip von weiblichen Figuren aus der Bibel oder auch griechischer Mythologie inspiriert, wie beispielsweise Judit oder der Göttin Athene. Die Buben bezogen sich traditionell eher auf Volkshelden oder wichtige Generäle.

Die mitteleuropäischen oder doppeldeutschen Blätter zeigen jedoch häufiger abstraktere Bilder. Statt Bube, Dame, König gibt es hier den Unter, Ober und Daus. Das doppeldeutsche / österreichische Blatt zeigt auf den Karten Figuren, die aus dem von Friedrich Schiller geschriebenen Schauspiel „Wilhelm Tell“ stammen. Somit werden für den Unter und Ober wichtige Figuren wie Wilhelm Tell und Hermann Gessler abgebildet. Die „Daus“-Karten erfüllen bei diesem Blatt den gleichen Zweck wie die Könige des französischen Blattes und zeigen stattdessen die vier Jahreszeiten.

Hand aufs Herz: Kannst du dir das alles merken?

Das alles klingt ja ziemlich kompliziert, was es wahrscheinlich auch ist. Letzten Endes musst du aber auch nicht alle Blätter auswendig kennen. Fast universell wird das französische Blatt benutzt, besonders in Casinos und Spielbanken, da es den besten Wiedererkennungswert hat und deutlich klarer ist, als beispielsweise das eben erwähnte doppeldeutsche Blatt. Trotzdem lässt es sich nicht bestreiten, dass die anderen Arten ebenfalls eine Menge Schönheit haben, die nicht unterschätzt werden sollte. In das Design aller Arten von Spielkarten wurde eine Menge Herz gesteckt, und somit verdient es jedes Set, respektiert und geliebt zu werden.

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